Projekte

Schneewittchen 2.0: Wer hat die meisten Follower im ganzen Land?

Gisela-Schulen Niedernburg am 26.01.2025

Info Icon Foto: Wolfgang Neumeier

Niedernburger Schülerinnen präsentieren Theaterprojekt

Fast ein hal­bes Jahr haben sie geprobt: das Unter­stu­fen­thea­ter und der Ober­stu­fen­kurs ​„Thea­ter und Film“ der Gise­la-Schu­len. Und das Ergeb­nis kann sich sehen las­sen: Das Thea­ter­pro­jekt ​„Schnee­witt­chen 2.0“ ist ein moder­nes Mär­chen, das an meh­re­ren Ter­mi­nen vor ins­ge­samt über 450 Grund­schul­kin­dern auf­ge­führt wird. Aber auch bei Eltern und Lehr­kräf­ten stieß das Pro­jekt am ver­gan­ge­nen Don­ners­tag­abend auf Begeis­te­rung – nicht zuletzt wegen der schau­spie­le­ri­schen Leis­tung der Schülerinnen.

Die Geschich­te stammt vom Deut­schen Thea­ter­ver­lag, die Schü­le­rin­nen der Ober­stu­fe ergänz­ten sie mit eige­nen Sze­nen. Pas­send dazu gestal­te­ten sie Kulis­sen und Mär­chen­hef­te für die Kin­der. ​„Lasst euch von der Schön­heit des Mär­chens ver­zau­bern.“ Mit die­sen Wor­ten beginnt die Geschich­te, in die die Erzäh­ler­fi­gur ​„Manu Grimm“, gespielt von Sophia Bild­ner, die Zuschau­er mit­nimmt. Da gibt es z.B. die böse Stief­mut­ter, dar­ge­stellt von Emma Har­rei­ter, die es nicht ertra­gen kann, dass Schnee­witt­chen nicht nur schö­ner sein soll als sie, son­dern laut – bai­risch spre­chen­dem – Spie­gel ​„a zehn­moi so vui Fol­lower auf Insta­gram“ hat, sodass sie mit Burn-out in einer The­ra­pie­sit­zung lan­det. Und Schnee­witt­chen? Nicht sie­ben klei­ne Män­ner, son­dern eine Mäd­chen-WG nimmt sie auf. Zu ihren Hob­bys gehö­ren ​„Trep­pen schrub­ben, Fens­ter put­zen, Twit­ter und Face­book“. Im Schloss hat sie ​„alle getoppt. Beau­ty­mä­ßig.“ Auf die Fra­ge, woher denn der Prinz kom­men soll, hat sie eine kla­re Ant­wort: ​„Der fin­det mich schon!“ Doch zuerst wird sie von ihrer Stief­mut­ter gefun­den, die ihr böses Ver­hal­ten mit einem Kind­heits­trau­ma („Ich hat­te als Kind nicht ein­mal ein i‑Phone“) begrün­det und ihre Ent­schul­di­gung mit einem ​„Ver­zeih-mir-Apple-Cup­ca­ke“ vor­täuscht. ​„Nein!“, rufen da noch Schü­le­rin­nen neben der Büh­ne, die die Hand­lung immer wie­der kom­men­tie­ren. Aber Schnee­witt­chen tappt in die Fal­le und erkennt im Ange­sicht ihres frü­hen Todes, dass ​„es kein Prinz sein“ muss, auf den sie war­tet. Sie gesteht dem Erzäh­ler Manu Grimm ihre Lie­be. Und wenn sie nicht gestor­ben sind, gehen sie am ​„Abend noch in’s Kino“.

Info: Das Thea­ter­pro­jekt wur­de gestal­te­risch unter­stützt von der Atha­n­or-Aka­de­mie Pas­sau: In aus­ge­wähl­ten Pro­ben gab der stell­ver­tre­ten­de Lei­ter Achim Bie­ler Hin­wei­se zur dar­stel­le­ri­schen Umset­zung. Die finan­zi­el­le Unter­stüt­zung kam vom För­der­ver­ein der Nie­dern­burg-Schu­len um die Vor­sit­zen­de Anna-Maria Ramelsberger.

Wolf­gang Neumeier

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