Secco Hoelle

Galerie & Museum

Zu den Highlights der Gisela-Schulen zählen unsere Galerie in einem der alten Klostergänge und unser kleines Museum in der Bräugasse.

NiedernburgGALERIE

Ein alter Klos­ter­gang, der zur Kir­che und zum Refek­to­ri­um (Spei­se­saal der Schwes­tern) führt, viel Licht aus dem Süden tankt und am Vor­mit­tag nicht zur stark fre­quen­tiert ist: genau der rich­ti­ge Ort, um die Arbei­ten unse­rer Schü­le­rin­nen auszustellen. 

Am 22. Febru­ar 2024 wird unse­re Nie­dern­burg­GA­LE­RIE mit der Aus­stel­lung Fema­le Art“ fei­er­lich eröffnet.

NiedernburgMUSEUM

Die Gise­la-Schu­len betrei­ben ein klei­nes, aber fei­nes Muse­um. Die­ses ist Teil der Pas­sau­er Kunst­mei­le“ in der Bräu­gas­se und befin­det sich direkt gegen­über dem Muse­um Moder­ner Kunst. 

Kern des Muse­ums ist die Prä­sen­ta­ti­on der roma­ni­schen Vor­hal­le der ehe­ma­li­gen Mari­en­kir­che aus dem 12. Jahr­hun­dert, die den bei­den Stadt­brän­den 1662 und 1680 fast voll­stän­dig zum Opfer fiel. In die­ser blie­ben roma­ni­sche Sec­co-Male­rei­en erhal­ten, die ver­schie­de­ne bibli­sche Sze­nen dar­stel­len, ein Sec­co zählt zu den ältes­ten Mari­en­dar­stel­lun­gen in Bayern. 

2014 wur­de von allen P‑Seminaren des Gise­la-Gym­na­si­ums unter Mit­hil­fe zahl­rei­cher Spon­so­ren eine attrak­ti­ve Prä­sen­ta­ti­ons­form gestal­tet, die es seit­her allen Inter­es­sier­ten mög­lich macht, die mit­tel­al­ter­li­chen Male­rei­en kos­ten­los zu besichtigen.

Öff­nungs­zei­ten: täg­lich von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr (aktu­ell wegen Bau­ar­bei­ten geschlossen) 

Ab Herbst 2024, nach der Gene­ral­sa­nie­rung des Hein­richs­baus, wer­den in regel­mä­ßi­gen Abstän­den klei­ne­re, von unse­ren Schü­le­rin­nen in Beglei­tung ihrer Lehr­kräf­te kon­zi­pier­te Son­der­aus­stel­lun­gen statt­fin­den. The­ma der ers­ten Aus­stel­lung wird sein: Welt­erbe­ort Niedernburg“.

Die mittelalterlichen Secco-Malereien (um 1300) in der ehemaligen Marienkirche

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Gewölbe des Hauptraumes: Hier wird die Parabel des reichen Prassers und des armen Lazarus dargestellt (Lk, 16,19-31).
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Das Gastmahl des reichen Prassers
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Detail: Lazarus, der Bettler, unter der gedeckten Tafel des Reichen, ein Hund leckt an seinen Wunden
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Die Seele des Lazarus wird von Engeln in Empfang genommen und in Abrahams Schoß geleitet.
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Der Tod des reichen Prassers: Nach mittelalterlicher Vorstellung entweicht die Seele eines Verstorbenen durch den Mund. Die geflügelten Teufelchen nehmen die Seele des Reichen in Empfang, um sie in die Hölle zu führen.
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Der reiche Prasser im Feuer der Hölle, ein Teufel rührt mit einer Stange die Flammen. Darüber erscheint Lazarus in Abrahams Schoß. Ein Schriftband erinnert den Prasser daran, dass er im Leben bereits seinen Anteil am Guten erhalten hat: Fili recordare quia rec[ipisti bona in vita tua].
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Eine der ältesten Mariendarstellungen Bayerns: Maria auf dem Thron mit dem Jesuskind. Von beiden Seiten huldigt das Niedernburger Stiftungspaar, der Hl. Kaiser Heinrich II. (r.) mit Szepter und einem Kirchenmodell und seine Frau die Hl. Kunigunde (l.).
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Das Gastmahl zu Bethanien nach dem Evangelisten Lukas (Lk 7,36-50): Während des Mahles kommt eine Frau, die Jesus mit teuerem Öl die Füße salbt.