Exkursionen und Fahrten

„Es war einmal. Warschau 1939“

Gisela-Schulen Niedernburg am 16.02.2025

Info Icon Foto: Julia Bartosch

Am Freitag, den 14.02.2025 besuchten die Klassen G9a und G9b des Gisela-Gymnasiums gemeinsam mit ihren Geschichtslehrern Herrn Büttner und Frau Bartosch die eindrucksvolle Ausstellung „Es war einmal. Warschau 1939“ im Spectrum Kirche.

Die dort gezeig­ten Foto­gra­fien, deren Ori­gi­nal­auf­nah­men sich in War­schau befin­den, wur­den bereits in 80 deut­schen Stät­ten aus­ge­stellt. Gefun­den wur­den die Nega­ti­ve jedoch vor 50 Jah­ren im Nach­lass eines bekann­ten Pas­sau­er Foto­stu­di­os. Es wird ver­mu­tet, dass die Auf­nah­men von einem unbe­kann­ten nie­der­baye­ri­schen Sol­da­ten, der in Polen sta­tio­niert war, stammen. 

Die aus­ge­wähl­ten Foto­gra­fien aus dem Jah­re 1939 ver­an­schau­li­chen die Früh­pha­se des Zwei­ten Welt­kriegs im War­schau­er Ghet­to, dem Vor­hof der Höl­le“. Gezeigt wer­den jüdi­sche Män­ner und Kin­der, die noch nicht wis­sen, was ihnen allen bevor­steht – der siche­re Tod durch Ver­ga­sung im Ver­nich­tungs­la­ger Treb­linka. Wohin­ge­gen die Kin­der unbe­schwert wir­ken, wird anhand der Gesichts­zü­ge und Aus­drü­cke der Erwach­se­nen deut­lich, dass sie um ihre Zukunft ban­gen. Auch das ver­hee­ren­de Aus­maß der Zer­stö­rung, zer­bomb­te Gebäu­de und geschlos­se­ne Geschäf­te, ist erkennbar.

Die ein­präg­sa­me, visu­el­le Doku­men­ta­ti­on von erschüt­tern­den Ein­zel­schick­sa­len bie­tet eine wert­vol­le Gele­gen­heit, um sich mit der natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Ver­gan­gen­heit aus­ein­an­der­zu­set­zen, das eige­ne Bewusst­sein für die Geschich­te zu stär­ken und gleich­zei­tig dahin­ge­hend sen­si­bi­li­siert zu wer­den. Es liegt in unse­rer gemein­sa­men Ver­ant­wor­tung sicher­zu­stel­len, dass der­ar­ti­ge Gräu­el­ta­ten nie wie­der gesche­hen und wir uns für gegen­sei­ti­gen Respekt und gegen Hass einsetzen.

Der anschau­li­che und infor­ma­ti­ve Vor­trag von Msgr. Dr. Bern­hard Kirch­gess­ner beein­druck­te die Schü­le­rin­nen nach­hal­tig und reg­te sie zum wei­te­ren Nach­den­ken an.

Vie­len Dank für die­sen lehr­rei­chen Vormittag!

Julia Bar­to­sch

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