Foto: Wolfgang Neumeier
Neue Kunstausstellung in der NiedernburgGALERIE eröffnet
„Erbe.Vielfalt.Zukunft“ – dieses Thema prägt das Netzwerk der UNESCO-Projektschulen in Bayern von 2025 bis 2027 und soll laut seiner Handreichung betonen, „wie wichtig unsere Vergangenheit für unser gegenwärtiges Handeln und die Zukunft ist“. Vor diesem Hintergrund wurde in der NiedernburgGALERIE der Gisela-Schulen am Mittwoch, den 3. Dezember, eine neue Kunstausstellung eröffnet, die auf die Schule als Teil des „UNESCO-Welterbes Donaulimes“ Bezug nimmt. Schülerinnen und Lehrkräfte können dort neue Werke betrachten, die die Mädchen von der 5. bis zur 12. Klasse des Gymnasiums und der Realschule im Unterricht gestaltet haben.
Kunstlehrerin Verena Schönhofer erklärte bei der Ausstellungseröffnung den Hintergrund des Mottos und den Zusammenhang mit den Gisela-Schulen: „Alles, was im Kunstunterricht erarbeitet wurde, basiert auf dem kulturellen Erbe der Schule“. Diese stehe schließlich auf historischem Boden. Die im Motto genannte Vielfalt nimmt Bezug auf alle Schülerinnen mit ihren individuellen Fähigkeiten. Ein Ausblick auf die Zukunft findet dadurch statt, dass die Mädchen nach dem Ende ihrer Schulzeit in die Welt hinausgehen, um das Leben in der Zukunft mitzugestalten.
Die Schülerinnen Sophia Bilek, Laura Hüttner, Linda Bauhoffern und Lara Zeindl aus der Oberstufe des Gymnasiums stellten bei der Eröffnung ihre Kunstwerke vor. Diese reichen von Bildreihen auf Leinwand, die ausgehend von der Schule verschiedene Lebenswege nach dem Abitur darstellen, über gemalte Zeichnungen bis hin zu einem dreidimensionalen Objekt in Form eines Buches. Auf verschiedene Weise verbinden die Werke der Mädchen das „Erbe“ des historischen Schulgebäudes mit „Vielfalt“ und „Zukunft“.
Diese Verbindung wird außerdem durch die angewandten Kunst-Techniken sichtbar: Einige Schülerinnen gingen im Kreuzgang der Schule auf Spurensuche und rieben mit Hilfe der Frottage-Technik Inschriften von historischen Wänden ab, um ausgehend von diesem „Erbe“ neue Werke zu erschaffen, die den Blick auf Vielfalt und Zukunft der Schule richten. Eine weitere Verknüpfung entstand bei colorierten Fotos, Collagen oder Bildern, die durch eine Mischung aus analogen und digitalen Methoden entstanden sind.
Kunstlehrer Florian Lechner ging zum Ende der Eröffnung auf das Ziel der Ausstellung ein und gab den Schülerinnen mit, dass sie in der Zukunft eine Bereicherung und ein tragender Teil der Gesellschaft sein werden: „Künstliche Intelligenz wird vieles können, aber Fantasie und Kreativität nicht.“ Darum sei es auch eine Aufgabe des Kunstunterrichts und der Kunst allgemein, dass sie einen Ort bieten, an dem man Fantasie und Kreativität ausleben könne. Ein ebensolcher Ort ist die NiedernburgGALERIE. Diese eröffnet ganz im Sinne des Gedankens des Netzwerks der UNESCO-Projektschulen die Möglichkeit zu erfahren, wie eng Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zusammenhängen.
Wolfgang Neumeier



