Wie kann moderner Englischunterricht dazu beitragen, junge Menschen auf ein gemeinsames Europa vorzubereiten? Mit dieser und vielen weiteren Fragen beschäftigte sich eine internationale Gruppe im Rahmen des Erasmus+-Projekts TEFE A+ – Teachers of English for Future Europe, die unsere Schule besuchte. Das von der Universität Passau koordinierte Projekt verfolgt das Ziel, die Ausbildung künftiger Englischlehrkräfte stärker zu internationalisieren. Im Mittelpunkt stehen dabei interkulturelle Kompetenzen, internationale Unterrichtserfahrungen und die Zusammenarbeit von Hochschulen, Schulen und Lehrkräften über Ländergrenzen hinweg. TEFE A+ verbindet Universitäten und Bildungseinrichtungen aus mehreren europäischen Ländern und möchte innovative Ansätze für den Englischunterricht entwickeln und erproben. Während ihres Besuchs konnten die Gäste Einblicke in den Englischunterricht an den Gisela-Schulen gewinnen. Unsere Schülerinnen zeigten dabei, wie vielfältig, lebendig und praxisnah Fremdsprachenunterricht gestaltet werden kann. Gerade der Blick über die eigenen Landesgrenzen hinaus spielt im Englischunterricht eine wichtige Rolle: Sprache ermöglicht nicht nur Kommunikation, sondern eröffnet auch den Zugang zu anderen Kulturen, Perspektiven und Lebenswelten. Damit leistet moderner Englischunterricht einen wichtigen Beitrag zu interkulturellem Lernen und zu einem offenen, demokratischen Europa. Das TEFE‑A+-Projekt greift genau diese Aspekte auf. Künftige Englischlehrkräfte sollen bereits während ihrer Ausbildung internationale Erfahrungen sammeln und lernen, Unterricht aus unterschiedlichen kulturellen Perspektiven zu betrachten. Dazu gehören auch internationale Praktika und die Zusammenarbeit mit Mentorinnen und Mentoren an Partnerschulen. Nach den Einblicken in den Unterricht stand der persönliche Austausch im Mittelpunkt. Bei Kaffee und Kuchen kamen die internationalen Gäste, Studierende und Lehrkräfte miteinander ins Gespräch. Dabei ging es um Erfahrungen aus dem Unterricht, unterschiedliche Bildungssysteme und die Frage, wie Englischunterricht auch in Zukunft zeitgemäß, interkulturell und lebensnah gestaltet werden kann. Für alle Beteiligten bot die Begegnung eine wertvolle Gelegenheit, neue Ideen kennenzulernen, Erfahrungen zu teilen und voneinander zu lernen. Internationale Begegnungen wie diese zeigen, dass Europa nicht nur in Lehrplänen und Projekten stattfindet, sondern vor allem durch persönliche Begegnung und gemeinsamen Austausch lebendig wird.
Ein herzliches Dankeschön an Frau Florschütz, die den Besuch an unserer Schule organisiert und begleitet hat!
Elisabeth Weber



