Foto: Elisabeth Weber
Traditioneller Weihnachtsgottesdienst der Gisela-Schulen im Dom mit Bischof Dr. Stefan Oster
Die Gisela-Schulen Niedernburg feierten auch in diesem Jahr im Stephansdom ihren festlichen Weihnachtsgottesdienst, an dessen Ende die Schülerinnen und Lehrkräfte traditionell als Erste den beleuchteten Christbaum im Altarraum bestaunen dürfen. Konzelebrant von Bischof Dr. Stefan Oster SDB war der Niedernburger Schulpfarrer Markus Kirchmeyer.
In seiner Begrüßung drückte Bischof Stefan seine Freude darüber aus, diesen besonderen Gottesdienst, der von der Klasse G9a zusammen mit ihrem Religionslehrer Markus Bahle vorbereitet worden war, mit der Schulfamilie der Gisela-Schulen feiern zu können. Für die festliche musikalische Gestaltung zeichneten die Chorklasse R5, der Mittelstufenchor, die Stimmbildungsgruppe und das Vokalensemble Q12/Q13 verantwortlich.
Foto: Elisabeth Weber
Bischof Stefan Oster stellte den Unterschied zwischen „etwas wissen“ und „dem Brennen für etwas“ an den Anfang seiner Predigt. Jeder kenne das schöne Gefühl, von etwas begeistert zu sein und diese Begeisterung auch weitergeben zu können. Dieses Gefühl stelle sich ein, wenn man ein gutes Buch gelesen habe, aber auch, wenn man zum Beispiel Fan eines Weltstars wie Taylor Swift sei. Die Begeisterung für Jesus sei vergleichbar: Christen tragen die Begeisterung für Gott im Herzen und wissen, dass ihnen Jesus auch durch schwere Zeiten hilft. Er ist der gute Hirte, dessen Stimme uns ruft und uns Frieden und Hoffnung schenkt.
Ihre besondere Freude und Überraschung drückte Sr. Verena Bergmair am Ende des Gottesdienstes aus. Sie ist die Leiterin von SOLWODI Passau, einer Organisation, die eine Anlaufstation für in Not geratene Frauen und Mädchen mit Migrationsgeschichte ist, die Opfer von Menschenhandel und Zwangsprostitution geworden sind. Als Ausdruck der Solidarität der Niedernburger Schulfamilie mit den Betroffenen überreichten die Schülersprecherinnen Thea Lüftl und Franziska Brandl einen Scheck mit dem stattlichen Betrag von 2.500 EUR, der sich aus den Erlösen vielfältiger schulischer Aktivitäten dieses Jahres zusammensetzt. Bereits im Februar hatten sich die SMV und Bischof Stefan, der unser Pate im Rahmen des Programms „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist, dahingehend verständigt, SOLWODI zu unterstützen.
Das – symbolische – letzte Türchen des Niedernburger Adventskalenders öffnete Schülersprecherin Franziska Brandl am Ende des Gottesdienstes. Dabei erinnerte sie ihre Mitschülerinnen daran, dass nicht Geschenke und Konsum an Weihnachten im Vordergrund stehen sollten, sondern ideelle Werte wie Toleranz und Nächstenliebe. Bereits kleine Gesten, wie das Anzünden einer Kerze, können eine große Wirkung zeigen und die Dunkelheit in der Welt vertreiben.
Berührender Abschluss waren die traditionellen Weihnachtsgrüße aus aller Welt: In vielen verschiedenen Sprachen trugen Schülerinnen gute Wünsche aus ihrem jeweiligen Heimatland vor, darunter Finnland, Brasilien, Polen und die Ukraine.
Gabriele Maier



