An den Gisela-Schulen Passau-Niedernburg bricht eine neue Zeit an: Ursula Mairinger tritt nach fast 40 Jahren ihren Ruhestand an. Das Lehrerkollegium und die Schüler verabschieden sich mit viel Herz und Wehmut von ihr und weiteren Kollegen, für die ein neuer Lebensabschnitt beginnt.
In Anwesenheit von zahlreichen aktiven und ehemaligen Lehrkräften sowie den vielen Angestellten des Hauspersonals und dem ehemaligen Schulleiter Rudolf Nerl verabschiedete die Schulfamilie der Gisela-Schulen mehrere Kolleginnen und Kollegen mit viel Wehmut aber auch einigen humorvollen Einlagen und schönen Erinnerungen in den Ruhestand bzw. den Eintritt in einen neuen Lebensabschnitt. Neben Julia Bartosch, die die Realschule in Richtung Erding verlässt, wurden auch Ellen Köck und Reinhard Hoßfeld mit herzlichen Worten und Geschenken geehrt. Nach über 20 Jahren, in denen sie mit großem Einsatz und Weitblick die Schule im Zeitalter des digitalen Wandels begleitete und als Vorsitzende der Mitarbeitervertretung ihre Stimme für die Anliegen des Hauspersonals und der Lehrkräfte einsetzte, trat Ellen Köck bereits am 16. Februar 2025 ihren wohlverdienten Ruhestand an. „Mathekönig“ und „Wirtschaftsheld“ Reinhard Hoßfeld verlässt die Schule nach 15 Jahren in Richtung Berlin, um dort seinen Ruhestand zu genießen. Nicht nur seine humorvolle Art und sein feines Gespür in jeder Situation werden der Schule fehlen. Im Videoclub, den er als Wahlfach mit den Schülerinnen ins Leben rief und zu einem kreativen Zentrum der Schule machte, konnte er seine kreative Ader vollkommen ausleben und dokumentierte beinahe alle schulischen Veranstaltungen mit der Kamera: „Vielen Dank, dass ich das miterleben durfte.“ Eine besondere Ehrung erhielt Marie-Luise Schrank, die als Leiterin der Gebäudebewirtschaftung bereits am 30. April in den Ruhestand getreten war. Schulleiter Dr. Markus Eberhardt durfte ihr eine Ehrenurkunde von Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf für ihre 50 lange Jahre Tätigkeit an den Gisela-Schulen überreichen und ihr die Einladung zu einem Festakt in der Münchner Residenz anlässlich dieses besonderen Jubiläums übermitteln.
Einen sehr großen Einschnitt im Lehrerkollegium bedeutete auch der Abschied von Ursula Mairinger, die seit dem 1. September 1987 das Schulleben fast 40 Jahre maßgeblich mitgestaltete und prägte. In ihren zahlreichen Aufgaben spiegelte sich ihre Leidenschaft für die Gisela-Schulen wider: Neben dem Unterricht der Fächer Sport, Geographie und Italienisch organisierte sie viele schulische Veranstaltungen und war seit 2012 stellvertretende Schulleiterin am Gisela-Gymnasium. Mit ihrem bewundernswerten Organisationstalent sorgte sie stets dafür, dass der Schulbetrieb funktionierte. Bei all ihren Tätigkeiten, die sie mit Souveränität und Klarheit ausübte, hatte sie immer ein offenes Ohr für ihre Kollegen und Schülerinnen und zauberte vielen traurigen Mädchen wieder ein Lächeln ins Gesicht, wenn sie mit Sorgen zu ihr kamen. Ob als Unterstufen- und Mittelstufenbetreuerin oder Mitglied der Mitarbeitervertretung – für Ursula Mairinger stand das Wohl der Schülerinnen und die Stärkung der Schulgemeinschaft stets an erster Stelle. Daneben war ihr das Wahlfach rhythmische Sportgymnastik eine wahre Herzensangelegenheit. Mit Leidenschaft und großem Können forderte und förderte sie über viele Jahre hinweg junge Talente. Das beweisen die regelmäßigen Erfolge der Niedernburger Schülerinnen in den Wettkämpfen. Darüber hinaus hat sich Ursula Mairinger durch ihr großes Engagement beim Bau der neuen Turnhalle am Oberhausberg bleibende Verdienste erworben. Mit ihrem unermüdlichen Blick für Details war sie ein Garant für ein hervorragendes Ergebnis, von dem die Schülerinnen der Gisela-Schulen noch lange profitieren werden. Ihr unermüdlicher Einsatz, ihre Verlässlichkeit und Fürsorge waren beispiellos und werden der Schulfamilie fehlen.
Mehrere Kollegen blickten in Form von Gstanzln oder umgeschriebenen deutschen Songs auf mehrere Anekdoten aus dem Schulleben mit Ursula Mairinger zurück und brachten sie noch einmal dazu, bei einer einstudierten Choreographie mitzutanzen. Auch die Schülersprecherinnen Katharina Buchner und Thea Lüftl sowie Schulamtsdirektoren Anja Wagner-Hölzl bedankten sich bei Mairinger für ihren leidenschaftlichen und langjährigen Einsatz.
Gerührt von den vielen Worten und Geschenken wünschte Ursula Mairinger der Schulfamilie vor allem viel Zusammenhalt und Miteinander in allen Situationen. Dabei war sie auch nicht um einen letzten flotten Spruch in Anlehnung an Heinz Erhardt verlegen: „Manchmal muaß ma die Zähne hochhalten und den Kopf zambeißn.“
Die Lücken, die die Verabschiedeten hinterlassen, werden mindestens so groß sein wie die Erinnerungen an viele schöne Momente und Taten, die die Schülerinnen und das Personal an den Gisela-Schulen immer dankbar in Ehren halten werden.
Wolfgang Neumeier



