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Eine traumhafte Vorstellung

Gisela-Schulen Niedernburg am 24.04.2026

Info Icon Foto: Gabriele Maier

Theatergruppe der Gisela-Schulen führt „Jakobs Traum“ auf

Eine Welt ohne Krieg, Streit, Belei­di­gun­gen, son­dern vol­ler Frie­den und Einig­keit – wer träumt nicht davon? Das war auch das The­ma des Thea­ter­stücks, das die Schü­le­rin­nen der Gise­la-Schu­len von der fünf­ten bis zur ach­ten Jahr­gangs­stu­fe unter der Lei­tung von Leh­rer Mar­tin Gahr in der Aula auf­ge­führt haben. Als Vor­la­ge dafür dien­te ihnen das Kin­der­buch Jakobs Traum“ von Frank Ruprecht.

In meh­re­ren Vor­stel­lun­gen nah­men die jun­gen Schau­spie­le­rin­nen ihr Publi­kum mit auf eine traum­haf­te Rei­se in einen Wald, der durch einen Bach geteilt ist. Der Rabe Jakob berich­tet in sei­ner Rol­le als Erzäh­ler von zwei Men­schen, die den gan­zen Wald jeweils für sich allein haben wol­len. Immer wie­der ste­hen sich die Figu­ren Fer­di­nand der Präch­ti­ge“ und Rode­rich der Gerech­te“ am Ufer gegen­über, prah­len mit ihren Stär­ken und dro­hen sich gegen­sei­tig, den ande­ren zu besie­gen und zu ver­ja­gen. Ange­trie­ben von dem Wil­len, den Zwei­kampf zu gewin­nen, ver­sam­meln bei­de im Lau­fe der Erzäh­lung meh­re­re fan­tas­ti­sche Wald­be­woh­ner, wie den grim­men Wadl­bei­ßer“, um sich, nur um jedes Mal fest­zu­stel­len, dass kei­ner über den ande­ren sie­gen kann, egal wie vie­le und gefähr­li­che Tie­re sie gegen­ein­an­der auf­stel­len. Der Rabe Jakob sorgt schließ­lich dafür, dass die bei­den ein­se­hen, dass ihre Aus­ein­an­der­set­zung zu nichts führt. Sie beschlie­ßen, mit­ein­an­der aus­zu­kom­men, und ent­wi­ckeln letzt­lich eine tie­fe Freund­schaft, in der bei­de von ihren per­sön­li­chen Stär­ken pro­fi­tie­ren – bis plötz­lich Jakob als Mensch von sei­nem Traum erwacht und zum Schluss sagt: Oder bleibt doch nur alles ein Traum?“

Die jun­gen Schau­spie­le­rin­nen sorg­ten jeden­falls dafür, dass die­ser Traum auf der Büh­ne leben­dig gewor­den ist. Durch ihren star­ken emo­tio­na­len Aus­druck – in humor­vol­len wie auch in tief­grün­di­gen Sze­nen – spiel­ten sie jede ein­zel­ne Rol­le sehr über­zeu­gend und stell­ten die Geschich­te so rea­lis­tisch dar, dass das Publi­kum von Anfang an in den Bann des Schau­spiels gezo­gen wur­de und sich mit den Figu­ren der Erzäh­lung iden­ti­fi­zie­ren konn­te. Umso ein­dring­li­cher kam auch die Bot­schaft der Geschich­te bei den Gäs­ten an, die jeweils eige­nen Stär­ken nicht für einen Wett­kampf zu nut­zen, son­dern für ein gemein­sa­mes, fried­li­ches Leben ein­zu­set­zen und so die Hoff­nung zu wecken, dass nicht alles nur ein Traum blei­ben muss.

Wolf­gang Neumeier

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