Am Gisela-Gymnasium haben die P‑Seminare seit jeher einen besonderen Stellenwert für die schulische Profilbildung. Schon im Rahmen des G8 überzeugten die praxisnahen Angebote – so etwa „Niedernburg macht fit“, bei dem Schülerinnen Grundschulen besuchten, um Kindern Freude an Bewegung zu vermitteln. Ebenfalls viel beachtet war die Gestaltung des schuleigenen „Freskenmuseums“ durch mehrere P‑Seminare, das wertvolle mittelalterliche Malereien der Öffentlichkeit zugänglich machte.
Auch aktuell zeigt sich die Vielfalt und Attraktivität der Seminare, die Schülerinnen praxisnahes Lernen und wertvolle Zukunftskompetenzen eröffnen:
Im Fach Wirtschaft und Recht gründen die Schülerinnen eine eigene Schülerfirma – mit echter Unternehmensstruktur, Vorstand und Vertrieb. Jeder Schülerin steht eine erfahrene Mentorin oder ein Mentor aus der Wirtschaft zur Seite. Möglich wird dies durch die enge Kooperation mit der Hans-Lindner-Stiftung im Rahmen des Projekts „Unternehmergymnasium“.
Im Fach Politik und Gesellschaft geht es um die Rezertifizierung als „Klimaschule“. Das Gisela-Gymnasium war 2022 das erste niederbayerische Gymnasium, das diese Auszeichnung erhielt. Nun liegt es an den Schülerinnen, die notwendigen Schritte zu planen und umzusetzen – ein aktiver Beitrag zum Klima- und Umweltschutz in unserer Region.
Ein besonderes Highlight bildet das P‑Seminar in Deutsch und Geschichte in Zusammenarbeit mit dem Haus der Bayerischen Geschichte. Bei der Landesausstellung 2026 in Freyung zum Thema „Musik in Bayern“ werden die Schülerinnen des Gisela-Gymnasiums Schulklassen aus ganz Bayern führen und museumspädagogische Programme gestalten. Für die Niedernburgerinnen bedeutet das nicht nur vertieftes kulturhistorisches Fachwissen, sondern auch intensive Schulung in Präsentation, Rhetorik und pädagogischem Geschick.
Die P‑Seminare sind ein Herzstück unseres Profils. Sie verbinden schulische Bildung mit Praxis, eröffnen wertvolle Kontakte in Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur und fördern Schlüsselkompetenzen, die weit über den Unterricht hinausreichen.
Dr. Markus Eberhardt



