Das traditionelle Frühjahrskonzert der Gisela-Schulen lockte Eltern und Geschwister, Großeltern und Freunde in die bis auf den letzten Platz gefüllte Klosterkirche Niedernburg. In verschiedenen Ensembles und Musikgruppen stellten Schülerinnen aller Jahrgangsstufen ihr musikalisches Talent unter Beweis. Fast zwei Stunden lang durfte sich das Publikum an Stücken aus verschiedensten Musikgenres erfreuen. Die Bandbreite reichte von traditioneller über volkstümliche bis hin zu klassischer und moderner Musik.
„KI wird vieles verändern“, so Schulleiter Dr. Markus Eberhardt in seiner Begrüßung, „die Musik und die Kunst aber werden bestehen bleiben.“ Denn auch wenn KI mittlerweile sehr vieles könne, fehle den mithilfe von künstlicher Intelligenz entstandenen Werken ein wichtiger Bestandteil: die Seele. Deshalb sei es im schulischen Bereich auch so wichtig, die künstlerischen Fächer nicht zu vernachlässigen.
Die Freude an der Musik war an diesem Abend bei allen Mitwirkenden und für alle Zuhörenden deutlich spürbar. So stimmte das Orchester unter der Leitung von Birgit Hüsken die Zuschauer mit dem „Ungarischen Tanz Nr.5“ gekonnt auf den abwechslungsreichen und beschwingten Abend ein. Die verschiedenen Instrumentalklassen des Gymnasiums und der Realschule unter Leitung von Birgit Hüsken und Mihaela Paulus präsentierten eine Reihe klassischer, aber auch moderner Stücke, wie „Sweet dreams“ von Eurythmics. Die Begeisterung für Harry Potter kam in einer von Musiklehrerin Birgit Hüsken raffiniert arrangierten Mischung aus Text und Tönen zum Ausdruck. Die Instrumentalistinnen wurde dabei von Suzanna Frenak und Luisa Wagner (beide Q12) unterstützt, die den Text von „Hedwigs Geschichte“ vortrugen. Die beiden Oberstufen-Schülerinnen führten das Publikum darüber hinaus mit kurzen Erläuterungen gekonnt durch den Abend. Dass auch die traditionelle Volksmusik ihren verdienten Platz in der musikalischen Welt Niedernburgs hat, zeigte die Volksmusikgruppe von Barbara Weindl-Poindecker, die mit zwei bayerischen Stücken eine fröhliche und lebendige Atmosphäre in den Kirchenraum zauberte. Die Percussion-Gruppe, ebenfalls betreut von Barbara Weindl-Poindecker, lieferte mit ihren Beiträgen den Beweis, dass Musik nicht nur auf klassische, sondern auf ganz ungewöhnliche Art und Weise erzeugt werden kann. Mit Putzeimern und „Power Barrels“ entstanden perfekt abgestimmte Klänge, die – untermalt von faszinierenden Lichtspielen – die Kirche erbeben ließen. Besonderen Applaus verdiente auch die fünfköpfige Schulband (Leitung: Mihaela Paulus), die seit diesem Schuljahr in komplett neuer Besetzung spielt und mit „Zombie“ (The Cranberries) und „Sinking Town“ von Chiyo mit tollem Gesang und starker instrumentaler Begleitung überzeugte. Neben den unterschiedlichen Instrumentalensembles stellten natürlich auch verschiedene Gesangsgruppen ihr Können unter Beweis. So präsentierten die Stimmbildungsgruppe und die Chorklassen von Eva Zettl in souveräner Weise unter anderem Songs von Miley Cyrus, Ed Sheeran oder auch das bekannte italienische Partisanenlied „Bella Ciao“. Die Chorklassen des Gymnasiums unter Leitung von Andreas Unterguggenberger entführten das Publikum mit ihrem schwungvoll dargebrachten „African Medley“ gar auf einen anderen Kontinent. Dass die Begeisterung für Musik an den Gisela-Schulen über den Schulalltag hinausgeht, zeigt der Chor „ChorAlle“. Geleitet von Carina du Toit-Harttmann treffen sich ehemalige und aktuelle Schülerinnen und LehrerInnen, aber auch Eltern, um ihre Liebe zum Gesang zu pflegen. Unterstützt von Minnesänger Angus von Ardingen und Minnesängerin Kathrin die Schmiedin beeindruckte der Chor im Rahmen des Frühjahrskonzert mit „Greensleeves“. Zum Abschluss präsentierten alle Gruppen gemeinsam „Mamma mia“ von ABBA und entließen das Publikum beschwingt in den Frühlingsabend.
Gabriele Maier



