Feste und Feiern

Eine Investition in die Zukunft

Gisela-Schulen Niedernburg am 26.01.2026

Info Icon Foto: Tamina Friedl

Der zweite von fünf Bauabschnitten der Renovierung der Passauer Gisela-Schulen ist erfolgreich abgeschlossen und damit ein wichtiger Meilenstein für die gesamte Schulfamilie. Gemeinsam mit zahlreichen Ehrengästen feierten die „Niedernburger“ die Eröffnung der beiden neu-ertüchtigten Gebäudeteile der Gisela-Schulen. Den Äbtissinnenbau und den Nibelungentrakt segnete Dompropst Dr. Michael Bär. 

Vor einem Jahr ist schon ein­mal eine Fest­ge­mein­schaft in den Räu­men der Gise­la-Schu­len zusam­men­ge­kom­men. Damals wur­de zum Ende des ers­ten Bau­ab­schnitts der Sanie­rung der Schul­ge­bäu­de gra­tu­liert. Die­ses Mal sind die Bau­maß­nah­men wie­der einen Schritt vor­an­ge­schrit­ten. ​„Es geht vor­an, die Sanie­rung stockt nicht, wir sind im Plan.“ Die­ses Zwi­schen­fa­zit zog Schul­lei­ter Dr. Mar­kus Eber­hardt im Rah­men des Fest­akts zum Ende des zwei­ten Bau­ab­schnitts. Eber­hardt freu­te sich in sei­ner Begrü­ßung zum einen, dass er zahl­rei­che Ehren­gäs­te aus baye­ri­scher und Bun­des­po­li­tik sowie Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter aus der Diö­ze­se begrü­ßen durf­te. Vor allem aber freu­te er sich über den Gewinn, der der Schu­le mit den frisch sanier­ten Räu­men nun zu Gute kommt. Fünf moder­ne Klas­sen­zim­mer, zwei zusätz­li­che Kurs­räu­me und drei neue Com­pu­ter­sä­le sor­gen ab jetzt für kür­ze­re Wege, eine bes­se­re Ver­tei­lung der rund 750 Schü­le­rin­nen und deut­lich ent­spann­te­re Abläu­fe im Unter­richt und Schulbetrieb. 

„Inves­ti­tio­nen in Schu­len sind Inves­ti­tio­nen in die Zukunft.”

Hans Koller, MdB

„Unse­re Haupt­auf­ga­be ist es, jun­gen Mäd­chen in ein gelin­gen­des Leben zu ver­hel­fen“, so Eber­hardt. Mit ihnen gemein­sam ihre Talen­te zu fin­den, die sie dann wie­der in die Gesell­schaft in Stadt und Land­kreis Pas­sau hin­ein­tra­gen kön­nen, sei letzt­lich auch gesell­schaft­li­che Auf­ga­be und Mehr­wert der Gise­la-Schu­len. Im Fokus ste­hen dabei ins­be­son­de­re die Demo­kra­tie- und Wer­te­bil­dung, gut erkenn­bar am Enga­ge­ment der SMV und des Schü­le­rin­nen­par­la­ments, deren Ver­tre­te­rin­nen im Rah­men des Fest­akts eben­falls die neu­en Räu­me besich­ti­gen konn­ten. ​„Die Gise­la-Schu­len haben die wun­der­ba­re DNA, dass Wer­te eine gro­ße Rol­le spie­len“, fasst Andre­as Rother, stell­ver­tre­ten­der Ober­bür­ger­meis­ter der Stadt Pas­sau, zusam­men. ​„Inves­ti­tio­nen in Schu­len sind Inves­ti­tio­nen in die Zukunft“, pflich­te­te auch Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter Hans Kol­ler bei. Dass das ins­be­son­de­re mit Blick auf die Gise­la-Schu­len zutrifft, da waren sich alle Gäs­te einig. 

Dom­propst Dr. Micha­el Bär, der im Anschluss an den Fest­akt auch die neu­en Räum­lich­kei­ten seg­ne­te, rich­te­te sei­nen Dank nicht zuletzt auch an Gott, der sei­nen wohl­wol­len­den Blick auf das Schul­ge­bäu­de stets auf­recht­erhal­te. Ganz getreu dem Mot­to der dies­jäh­ri­gen Cari­tas-Jah­res­kam­pa­gne ​„Zusam­men geht was“ beton­te er zudem die Bedeu­tung der vie­len Akteu­rin­nen und Akteu­re, ohne deren Zusam­men­halt das Bau­pro­jekt nicht umsetz­bar wäre. ​„Wer das ein­mal in Erfah­rung bringt, dass ​‚zusam­men was geht‘, der ver­gisst das auch nicht mehr“, so der Dom­propst. ​„Wir bit­ten auch Gott, dass er mit uns zusam­men die Welt ein Stück­chen bes­ser macht.“

Mit einem Inves­ti­ti­ons­vo­lu­men von rund 6 Mil­lio­nen Euro blie­ben die Umbau­ar­bei­ten im Nibe­lun­gen­trakt und im Äbtis­sin­nen­bau inner­halb des vor­ge­se­he­nen Kos­ten­rah­mens. Ein Schwer­punkt lag dabei auf dem behut­sa­men Erhalt der denk­mal­ge­schütz­ten Bau­sub­stanz. Gleich­zei­tig wur­den Nach­hal­tig­keit und Zukunfts­fä­hig­keit kon­se­quent mit­ge­dacht: His­to­ri­sche Ele­men­te wie Boden­be­lä­ge, Dach­trag­wer­ke sowie Fens­ter und Türen wur­den fach­ge­recht instand­ge­setzt und mit moder­ner Gebäu­de­tech­nik ergänzt. Durch eine zeit­ge­mä­ße IT-Aus­stat­tung sowie erneu­er­te Beleuch­tung ent­stand ein hel­les, moder­nes und lern­freund­li­ches Umfeld, das die Schü­le­rin­nen in ihrem schu­li­schen All­tag opti­mal unter­stützt. Letzt­lich sei Nie­dern­burg eine ​„Anla­ge, die wir nicht ver­än­dern, son­dern ertüch­ti­gen wol­len“, so Archi­tekt Claus-Peter Hah­ne. Das sei mit einer kom­ple­xen Kom­bi­na­ti­on aus Anfor­de­run­gen ver­bun­den, die zu erfül­len gelun­gen ist. 

„Zusam­men geht was.”

Dompropst Dr. Michael Bär

Um die kuli­na­ri­sche Ver­sor­gung der Gäs­te nach dem Rund­gang durch die neu­en Räum­lich­kei­ten und der Seg­nung durch Dom­propst Bär küm­mer­ten sich die Schü­le­rin­nen des Haus­wirt­schafts­zweigs der Real­schu­le. Beson­ders begeis­ter­ten dar­über hin­aus Mag­da­le­na, Pau­la, Lui­sa, Sophia und Char­lot­te mit ihrer musi­ka­li­schen Gestal­tung des Festakts. 

Gisela-Schulen: So geht es weiter

Mit der Fer­tig­stel­lung des Nibe­lun­gen­trakts und des Äbtis­sin­nen­baus ist der zwei­te von ins­ge­samt fünf Bau­ab­schnit­ten been­det. Bis 2029 sol­len alle Bau­maß­nah­men abge­schlos­sen sein. Das Gesamt­bud­get ist mit 33,5 Mil­lio­nen Euro ange­setzt und auf maxi­mal 37 Mil­lio­nen Euro gede­ckelt. Mit 12,8 Mil­lio­nen Euro bezu­schusst die Regie­rung von Nie­der­bay­ern. Der drit­te Bau­ab­schnitt mit der Reno­vie­rung des ​„Schutz­en­gel­baus“ und des Lang­haus­gar­tens beginnt naht­los im Febru­ar 2026.

Tami­na Friedl

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