Feste und Feiern

„Mit Mut, Werten und Zuversicht in die Zukunft“

Gisela-Schulen Niedernburg am 04.08.2026

Info Icon Foto: Lisa Ambros

Feierliche Zeugnisverleihung an der Gisela-Realschule Niedernburg

Mit einem fest­li­chen Got­tes­dienst, einem Emp­fang im his­to­ri­schen Ambi­en­te des Klos­ters Nie­dern­burg und einer wür­de­vol­len Abschluss­fei­er ver­ab­schie­de­te die Gise­la-Real­schu­le ihre Absol­ven­tin­nen des Abschluss­jahr­gangs 2026. Gemein­sam mit Eltern, Ehren­gäs­ten sowie Lehr­kräf­ten blick­ten die Schü­le­rin­nen auf sechs prä­gen­de Schul­jah­re zurück und fei­er­ten den erfolg­rei­chen Abschluss ihrer Schulzeit.

Den Auf­takt bil­de­te ein fei­er­li­cher Got­tes­dienst, den Schul­seel­sor­ger Pfar­rer Mar­kus Kirchmey­er zele­brier­te. Musi­ka­lisch wur­de die Fei­er vom Schul­chor gestal­tet, der dem Got­tes­dienst einen fest­li­chen Rah­men ver­lieh. Im Anschluss lud die Diö­ze­se Pas­sau zu einem Steh­emp­fang in den Kreuz­gang und den Vier­ecks­gar­ten ein, wo Gele­gen­heit zu Begeg­nun­gen und per­sön­li­chen Gesprä­chen bestand.

Am Beginn des anschlie­ßen­den Fest­akts stand die Abschluss­re­de von Schul­lei­ter Dr. Mar­kus Eber­hardt. Er wür­dig­te die Leis­tun­gen der Absol­ven­tin­nen und erin­ner­te dar­an, dass ihre Schul­zeit von den Aus­wir­kun­gen der Coro­na-Pan­de­mie geprägt gewe­sen sei. Aus­ge­hend vom Zitat ​„Was ist der Mensch, dass er Plä­ne macht!“ von Hugo von Hof­manns­thal mach­te er deut­lich, dass nicht jeder Lebens­weg gerad­li­nig ver­lau­fe. Ent­schei­dend sei­en Fle­xi­bi­li­tät, Opti­mis­mus, Durch­hal­te­ver­mö­gen und die Bereit­schaft, auch einen ​„Plan B“ zu ent­wi­ckeln. Gleich­zei­tig hob er die Bedeu­tung eines fes­ten Wer­te­fun­da­ments her­vor. Mit christ­li­chen Grund­hal­tun­gen, Ver­trau­en in die eige­nen Fähig­kei­ten und Got­tes Segen sei­en die Absol­ven­tin­nen gut gerüs­tet für ihren wei­te­ren Lebens­weg. Zugleich beton­te er, dass die Ver­bin­dung zur Schul­fa­mi­lie Nie­dern­burg auch über den Schul­ab­schluss hin­aus bestehen bleibe.

Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Rother unter­strich in sei­nem Gruß­wort, dass Schu­le heu­te weit mehr sei als rei­ne Wis­sens­ver­mitt­lung. Bil­dung bedeu­te, den eige­nen Weg zu fin­den und ihn mit Über­zeu­gung zu gehen. Das Abschluss­zeug­nis sei des­halb nicht nur ein Doku­ment über erbrach­te Leis­tun­gen, son­dern zugleich ein ​„Pas­sier­schein“ für den nächs­ten gro­ßen Lebensabschnitt.

Für den Land­kreis Pas­sau sprach die stell­ver­tre­ten­de Land­rä­tin Vere­na Schwarz den Absol­ven­tin­nen ihre Aner­ken­nung aus. Beson­ders wand­te sie sich an jene Schü­le­rin­nen, deren Schul­zeit durch per­sön­li­che Schick­sals­schlä­ge oder beson­de­re Her­aus­for­de­run­gen erschwert wor­den war. Ent­schei­dend sei nicht, wie schnell ein Ziel erreicht wer­de, son­dern dass man den eige­nen Weg mutig gegan­gen sei. Mit einem Augen­zwin­kern gra­tu­lier­te sie auch den Eltern: ​„Auch Sie haben es geschafft.“

Klaus Wies­mül­ler, stell­ver­tre­ten­der Lei­ter des Schul­re­fe­ra­tes der Diö­ze­se Pas­sau, stell­te die Dank­bar­keit in den Mit­tel­punkt sei­ner Anspra­che. Dank­bar­keit für die eige­nen Talen­te, für die Unter­stüt­zung der Eltern und Lehr­kräf­te sowie für den christ­li­chen Glau­ben, der Ver­trau­en schen­ke, dass jeder Mensch einen unver­wech­sel­ba­ren Platz in die­ser Welt habe.

Für den Eltern­bei­rat zitier­te Vor­sit­zen­de Dr. Mar­ti­na Demm­ler-Hacken­berg Ele­a­n­or Roo­se­velt: ​„Die Zukunft gehört den­je­ni­gen, die an die Schön­heit ihrer Träu­me glau­ben.“ Zugleich hob sie her­vor, dass ein Abschluss­zeug­nis der Gise­la-Schu­len im Berufs­le­ben ein ech­tes Qua­li­täts­merk­mal darstelle.

Nach der Über­rei­chung der Abschluss­zeug­nis­se war die Ehrung der Jahr­gangs­bes­ten Petra Rado­vac (1,08), Lui­se Wim­mer (1,33), Marie Frau­enau­er (1,38), Mag­da­le­na Schenk (1,42) und Julia­ne Wag­ner (1,42) sowie zahl­rei­cher Schü­le­rin­nen, die sich in beson­de­rer Wei­se für die Schul­ge­mein­schaft enga­giert hat­ten, unter ande­rem im Schul­sa­ni­täts­dienst, im musi­ka­li­schen Bereich oder im Schü­le­rin­nen­par­la­ment, einer der Höhe­punk­te des Festaktes. 

Im Namen des Abschluss­jahr­gangs blick­ten die Schü­ler­spre­che­rin­nen Ida Aude­bert und Fran­zis­ka Brandl auf die gemein­sa­me Schul­zeit zurück. Sie grif­fen die noch immer bestehen­de Män­ner­do­mi­nanz in der Poli­tik auf und mach­ten zugleich Mut: Auch Frau­en könn­ten Ver­ant­wor­tung über­neh­men und Gesell­schaft gestal­ten. Die Grund­la­gen dafür sei­en in Nie­dern­burg gelegt worden.

Mit der Bay­ern­hym­ne und der Deut­schen Natio­nal­hym­ne ende­te eine bewe­gen­de Abschluss­fei­er, die den Absol­ven­tin­nen nicht nur ihre Zeug­nis­se, son­dern auch vie­le gute Wün­sche und Ermu­ti­gun­gen für ihren wei­te­ren Lebens­weg mit auf den Weg gab.

Mar­kus Eberhardt

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