Mit einem festlichen Gottesdienst, einem Empfang im historischen Ambiente des Klosters Niedernburg und einer würdevollen Abschlussfeier verabschiedete die Gisela-Realschule ihre Absolventinnen des Abschlussjahrgangs 2026. Gemeinsam mit Eltern, Ehrengästen sowie Lehrkräften blickten die Schülerinnen auf sechs prägende Schuljahre zurück und feierten den erfolgreichen Abschluss ihrer Schulzeit.
Den Auftakt bildete ein feierlicher Gottesdienst, den Schulseelsorger Pfarrer Markus Kirchmeyer zelebrierte. Musikalisch wurde die Feier vom Schulchor gestaltet, der dem Gottesdienst einen festlichen Rahmen verlieh. Im Anschluss lud die Diözese Passau zu einem Stehempfang in den Kreuzgang und den Vierecksgarten ein, wo Gelegenheit zu Begegnungen und persönlichen Gesprächen bestand.
Am Beginn des anschließenden Festakts stand die Abschlussrede von Schulleiter Dr. Markus Eberhardt. Er würdigte die Leistungen der Absolventinnen und erinnerte daran, dass ihre Schulzeit von den Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägt gewesen sei. Ausgehend vom Zitat „Was ist der Mensch, dass er Pläne macht!“ von Hugo von Hofmannsthal machte er deutlich, dass nicht jeder Lebensweg geradlinig verlaufe. Entscheidend seien Flexibilität, Optimismus, Durchhaltevermögen und die Bereitschaft, auch einen „Plan B“ zu entwickeln. Gleichzeitig hob er die Bedeutung eines festen Wertefundaments hervor. Mit christlichen Grundhaltungen, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Gottes Segen seien die Absolventinnen gut gerüstet für ihren weiteren Lebensweg. Zugleich betonte er, dass die Verbindung zur Schulfamilie Niedernburg auch über den Schulabschluss hinaus bestehen bleibe.
Oberbürgermeister Andreas Rother unterstrich in seinem Grußwort, dass Schule heute weit mehr sei als reine Wissensvermittlung. Bildung bedeute, den eigenen Weg zu finden und ihn mit Überzeugung zu gehen. Das Abschlusszeugnis sei deshalb nicht nur ein Dokument über erbrachte Leistungen, sondern zugleich ein „Passierschein“ für den nächsten großen Lebensabschnitt.
Für den Landkreis Passau sprach die stellvertretende Landrätin Verena Schwarz den Absolventinnen ihre Anerkennung aus. Besonders wandte sie sich an jene Schülerinnen, deren Schulzeit durch persönliche Schicksalsschläge oder besondere Herausforderungen erschwert worden war. Entscheidend sei nicht, wie schnell ein Ziel erreicht werde, sondern dass man den eigenen Weg mutig gegangen sei. Mit einem Augenzwinkern gratulierte sie auch den Eltern: „Auch Sie haben es geschafft.“
Klaus Wiesmüller, stellvertretender Leiter des Schulreferates der Diözese Passau, stellte die Dankbarkeit in den Mittelpunkt seiner Ansprache. Dankbarkeit für die eigenen Talente, für die Unterstützung der Eltern und Lehrkräfte sowie für den christlichen Glauben, der Vertrauen schenke, dass jeder Mensch einen unverwechselbaren Platz in dieser Welt habe.
Für den Elternbeirat zitierte Vorsitzende Dr. Martina Demmler-Hackenberg Eleanor Roosevelt: „Die Zukunft gehört denjenigen, die an die Schönheit ihrer Träume glauben.“ Zugleich hob sie hervor, dass ein Abschlusszeugnis der Gisela-Schulen im Berufsleben ein echtes Qualitätsmerkmal darstelle.
Nach der Überreichung der Abschlusszeugnisse war die Ehrung der Jahrgangsbesten Petra Radovac (1,08), Luise Wimmer (1,33), Marie Frauenauer (1,38), Magdalena Schenk (1,42) und Juliane Wagner (1,42) sowie zahlreicher Schülerinnen, die sich in besonderer Weise für die Schulgemeinschaft engagiert hatten, unter anderem im Schulsanitätsdienst, im musikalischen Bereich oder im Schülerinnenparlament, einer der Höhepunkte des Festaktes.
Im Namen des Abschlussjahrgangs blickten die Schülersprecherinnen Ida Audebert und Franziska Brandl auf die gemeinsame Schulzeit zurück. Sie griffen die noch immer bestehende Männerdominanz in der Politik auf und machten zugleich Mut: Auch Frauen könnten Verantwortung übernehmen und Gesellschaft gestalten. Die Grundlagen dafür seien in Niedernburg gelegt worden.
Mit der Bayernhymne und der Deutschen Nationalhymne endete eine bewegende Abschlussfeier, die den Absolventinnen nicht nur ihre Zeugnisse, sondern auch viele gute Wünsche und Ermutigungen für ihren weiteren Lebensweg mit auf den Weg gab.
Markus Eberhardt



