Feste und Feiern

„Nutzt das Fundament, das ihr euch in Niedernburg erworben habt.“

Gisela-Schulen Niedernburg am 26.07.2025

Info Icon Foto: Gabriele Maier

Feierliche Verabschiedung der Abschluss-Schülerinnen der Gisela-Realschule

Am gest­ri­gen Frei­tag war es end­lich so weit. Schul­lei­ter Dr. Eber­hardt über­reich­te 52
Nie­dern­bur­ge­rin­nen ihr Zeug­nis über den Real­schul­ab­schluss. Der Nach­mit­tag begann mit einem
fest­li­chen Got­tes­dienst in der alt­ehr­wür­di­gen Klos­ter­kir­che Nie­dern­burg, der von Reli­gi­ons­leh­re­rin
Cla­ris­sa Höcherl zusam­men mit den Zehnt­kläss­le­rin­nen lit­ur­gisch und dem Stimm­bil­dungs­en­sem­ble
unter Lei­tung von Eva Zettl und Schul­lei­ter Dr. Eber­hardt an der Orgel musi­ka­lisch gestal­tet wur­de.
Pfar­rer Mar­kus Kirchmey­er ging in sei­ner Pre­digt auf das Mot­to des Got­tes­diens­tes ein, das auch im
Kir­chen­raum sicht­bar war: Dort war ein Web­rah­men mit einem bun­ten Web­stück auf­ge­stellt, das mit
dem Leben der Schü­le­rin­nen ver­gleich­bar ist. Kirchmey­er erläu­ter­te, dass die senk­rech­ten Fäden des
Web­stücks für das Blei­ben­de im Leben der jun­gen Damen ste­hen sol­len, also die Her­kunft, die
Fami­lie, aber auch Bega­bun­gen und Talen­te – Ele­men­te also, die für Sta­bi­li­tät sor­gen; die
waag­rech­ten Fäden hin­ge­gen sym­bo­li­sie­ren Ent­schei­dun­gen und neue Wege, die jede Schü­le­rin ganz
indi­vi­du­ell gestal­ten kann und die letzt­end­lich die bun­te Viel­falt des Lebens aus­ma­chen.
Eine ers­te Mög­lich­keit für Absol­ven­tin­nen, Eltern und Lehr­kräf­te, mit­ein­an­der ins Gespräch zu
kom­men, ergab sich beim anschlie­ßen­den Sekt­emp­fang, der tra­di­tio­nell von Leh­re­rin­nen und
Schü­le­rin­nen des nächs­ten Abschluss­jahr­gangs im Kreuz­gang bzw. Vier­ecks­gar­ten orga­ni­siert wird.
Dabei konn­ten sich die Gäs­te auch mit lecke­ren Häpp­chen der Kookies” der Don-Bosco-Schu­le
Pas­sau für den zwei­ten Teil des Nach­mit­tags stär­ken.
Den offi­zi­el­len Teil der Abschluss­fei­er lei­te­te die Schul­band unter Lei­tung von Mihae­la Pau­lus
gewohnt schwung­voll ein. Schul­lei­ter Dr. Eber­hardt ging im Anschluss in sei­ner Rede zuerst auf die
ein­zig­ar­ti­ge Geschich­te des Ortes ein: Als wohl ein­zi­ge UNESCO-Schu­le welt­weit lie­gen die Gise­la-
Schu­len auf Fun­da­men­ten, die Teil des UNESCO-Welt­kul­tur­er­bes Donau­li­mes“ sind. Eber­hardt nahm
die­se Beson­der­heit zum Anlass, die Schü­le­rin­nen auf das Fun­da­ment hin­zu­wei­sen, das sie sich im
Ver­lauf ihrer Schul­zeit in Nie­dern­burg erwor­ben haben: Nicht nur Wis­sen und Fak­ten, son­dern vor
allem weit­rei­chen­de Kom­pe­ten­zen wie Team- und Kri­tik­fä­hig­keit, Selbst­be­wusst­sein und
Indi­vi­dua­li­tät. Eber­hardt erin­ner­te die Absol­ven­tin­nen in die­sem Zusam­men­hang auch dar­an, wie
wich­tig es gera­de in der heu­ti­gen Zeit ist, zwi­schen Wahr­heit und FakeN­ews oder auch zwi­schen
vor­schnel­len Urtei­len und dem kom­pe­ten­ten Erfas­sen einer Situa­ti­on zu unter­schei­den.
Abschlie­ßend gab er den Mäd­chen mit auf den Weg, dass sie in Nie­dern­burg immer ein Zuhau­se
haben: Ein­mal Nie­dern­bur­ge­rin, immer Nie­dern­bur­ge­rin“. Ein Zitat von Ben­ja­min Frank­lin,
Inves­tie­re in dich selbst. Es zahlt die bes­ten Zin­sen.“, stell­te Bür­ger­meis­ter Andre­as Rother als
Ver­tre­ter der Stadt Pas­sau in sei­nem Gruß­wort in den Mit­tel­punkt. Er bezeich­ne­te Bil­dung dabei als
Kapi­tal, das einem kei­ner mehr neh­men kön­ne. Damit aus­ge­stat­tet kön­nen sich die Abschluss-
Schü­le­rin­nen nun stolz auf ihren eige­nen Weg machen und ihre Zukunft gestal­ten. Und auch wenn
wir in anspruchs­vol­len Zei­ten leben, soll­ten die Absol­ven­tin­nen opti­mis­tisch blei­ben und kei­ne Angst
vor Ver­än­de­rung haben, so Rother. Er dank­te dar­über hin­aus Eltern und Lehr­kräf­ten, die die jun­gen
Damen mit Geduld und gro­ßem Ein­satz in den letz­ten Jah­ren beglei­tet haben. Anschlie­ßend
über­reich­te er den Preis der Stadt Pas­sau an die Jahr­gangs­bes­te Mag­da­le­na Schmid. Land­rat
Rai­mund Knei­din­ger, der in offi­zi­el­ler Funk­ti­on, vor allem aber auch als Papa einer Absol­ven­tin
anwe­send war, führ­te den Mäd­chen in sei­nem Gruß­wort vor Augen, dass sie mit ihrem Abschluss
nun einer­seits etwas Hand­fes­tes in der Tasche haben, sich ande­rer­seits aber auch der gro­ßen
Ver­ant­wor­tung von Frei­heit stel­len müs­sen. Denn das Schwie­ri­ge an Frei­heit sei, dass man sich eben
ent­schei­den müs­se, aber auch das gro­ße Pri­vi­leg habe, sich ent­schei­den zu dür­fen. Knei­din­ger bat
abschlie­ßend dar­um, an so einem Tag nicht all jene zu ver­ges­sen, die oft unsicht­bar, aber nicht
unver­zicht­bar sind: Haus­per­so­nal, Bus­fah­rer, Sekre­ta­ri­ats­da­men. Als Ver­tre­te­rin der Diö­ze­se Pas­sau,
die vor 30 Jah­ren die Trä­ger­schaft der Gise­la-Schu­len über­nom­men hat, sprach Schul­amts­di­rek­to­rin
Anja Wag­ner-Hölzl. Sie stell­te ihre Gedan­ken unter das Mot­to Lei­nen los“. Auch wenn die Mäd­chen
nun den siche­ren Hafen Nie­dern­burg ver­las­sen (müs­sen), sind sie gut für alles Kom­men­de gerüs­tet.
Sie haben nicht nur Wis­sen erwor­ben, son­dern auch ein christ­lich gepräg­tes Mit­ein­an­der
ken­nen­ge­lernt. Des­halb kön­nen sie als stol­ze Nie­dern­bur­ge­rin­nen nun unbe­sorgt die Segel set­zen
und sich vom Wind trei­ben las­sen. Franz Schart­ner, Eltern­bei­rats­vor­sit­zen­der der Gise­la-Real­schu­le,
riet den Absol­ven­tin­nen, mutig zu sein und zu ihren Über­zeu­gun­gen zu ste­hen. Dabei, so Schart­ner,
soll­ten sie immer wis­sen, dass ihnen Fami­lie und Freun­de unter­stüt­zend zur Sei­te ste­hen.
Nach einem wei­te­ren stim­mungs­vol­len Bei­trag der Volks­mu­sik­grup­pe unter Lei­tung von Bar­ba­ra
Weindl-Poin­de­cker über­reich­ten Schul­lei­ter Dr. Mar­kus Eber­hardt und die stell­ver­tre­ten­de
Schul­lei­te­rin der Real­schu­le Syl­via Breu­herr die Zeug­nis­se. Beson­ders stolz ist die Schul­fa­mi­lie auf
eine gan­ze Rei­he her­vor­ra­gen­der Leis­tun­gen. So erreich­te Mag­da­le­na Schmid die Traum­no­te 1,08.
Sophie Fenzl schloss mit einem Schnitt von 1,15 ab, Luzie Wag­ner been­det ihre Real­schul­zeit mit 1,23
und Anna Schwa­ben­gru­ber kann man zum Abschluss-Schnitt 1,38 gra­tu­lie­ren. Im Anschluss wur­den
eini­ge Schü­le­rin­nen für ihr beson­de­res schu­li­sches Enga­ge­ment geehrt: Neben dem Ein­satz im
Schü­le­rin­nen­par­la­ment oder als Schul­sa­ni­tä­te­rin gehö­ren dazu auch beson­de­re musi­ka­li­sche und
gestal­te­ri­sche Akzen­te oder auch die Aus­zeich­nung als Bot­schaf­te­rin Bay­erns im Rah­men eines
Sti­pen­di­en­pro­gramms des baye­ri­schen Kul­tus­mi­nis­te­ri­ums. Die Absol­ven­tin­nen Katha­ri­na Buch­ner
und Fran­zis­ka Sal­z­in­ger blick­ten zum Abschluss zusam­men mit wei­te­ren Mit­schü­le­rin­nen auf die
vie­len stres­si­gen Momen­te, aber beson­ders auch auf die vie­len schö­nen und lus­ti­gen Erin­ne­run­gen
an ihre Schul­zeit zurück. Sie bedank­ten sich bei Eltern und Fami­li­en für ihre Unter­stüt­zung und
rich­te­ten einen herz­li­chen Dank an die Leh­rer, die ihnen – in ganz unter­schied­li­cher Wei­se – im
Gedächt­nis blei­ben wer­den. Einen beson­de­ren musi­ka­li­schen Moment schuf am Ende der Fei­er
Katha­ri­na Buch­ner, die mit der kur­zer­hand zu I am from Nie­dern­burg“ umge­dich­te­ten Aus­tro-Pop-
Hym­ne die beson­de­re Ver­bun­den­heit der Mäd­chen zu ihrer Schu­le zum Aus­druck brach­te.
Nach dem Ende der offi­zi­el­len Fei­er wech­sel­ten die Abschluss-Schü­le­rin­nen und ihre Fami­li­en für den
gemüt­li­chen Teil des Tages in die Uni-Men­sa Pas­sau, um dort den Tag aus­klin­gen zu las­sen.
Gabrie­le Maier

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