Aus dem Unterricht

Finanzamt in der Schule

Gisela-Schulen Niedernburg am 31.01.2024

UR Vortrag Finanzamt Foto: Wolfgang Lang

„An mein hart verdientes Geld lasse ich niemanden ran!“ – Das denkt wohl so mancher Bürger in Deutschland. Gerade in unserem Land hat der Staat jedoch im Laufe der Jahrzehnte eine Fülle von Aufgaben übernommen, die natürlich über Steuern finanziert werden müssen.

Um in die­sem The­men­be­reich einen ers­ten Ein­blick zu ver­mit­teln, kamen Frau Bar­ba­ra Würz­bur­ger und Herr Johan­nes Holz­ha­cker vom Finanz­amt Pas­sau in die G11a und G11e. Schon die Ein­stiegs­fra­ge hat­te es in sich: Wenn ihr 4.000,00 € brut­to ver­die­nen wür­det, wie viel Steu­ern könn­tet ihr euch vor­stel­len zu bezah­len?“ Die Ant­wor­ten der Schü­le­rin­nen beweg­ten sich in einem Inter­vall zwi­schen 0€ und 500,00 €. Die bei­den Finanz­be­am­ten wie­sen anschlie­ßend dar­auf hin, dass im Sin­ne der Steu­er­ge­rech­tig­keit die Besteue­rung von Arbeit­neh­mern natür­lich von deren Fami­li­en­stand sowie der Kin­der­zahl abhän­gig ist. Um dies zu ver­deut­li­chen wur­den aus­ge­hend von den ange­nom­me­nen 4.000,00 € brut­to Gehalts­ab­rech­nun­gen unter ver­schie­de­nen Annah­men erstellt und die Ergeb­nis­se diskutiert.

Im Anschluss dar­an wur­de es dann rich­tig mathe­ma­tisch. Die Refe­ren­ten the­ma­ti­sier­ten den grund­le­gen­den Zusam­men­hang zwi­schen dem zu ver­steu­ern­den Ein­kom­men und dem anzu­wen­den­den (höchs­ten) Steu­er­satz und erklär­ten hier­bei auch Begrif­fe wie Grund­frei­be­trag“, Kin­der­frei­be­trag“ und Ehe­gat­ten­split­ting“. Natür­lich wur­de auch nicht ver­schwie­gen, dass der Staat unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen auch Steu­er­ver­güns­ti­gun­gen gewährt (z.B. für die pri­va­te Altersvorsorge).

Aber wozu braucht der Staat die Steu­er­ein­nah­men genau? – Um die­se Fra­ge zu beant­wor­ten wur­den die unter­schied­li­chen Auf­ga­ben der Gemein­den, Bun­des­län­der sowie der Bun­des­re­pu­blik aus­ge­führt. Die Schü­le­rin­nen durf­ten schät­zen, wie­viel die­se Gebiets­kör­per­schaf­ten in einem Jahr ins­ge­samt an Steu­ern ein­neh­men und waren ver­blüfft, dass es sich dabei um über 800 Mrd. € handelt. 

Frau Würz­bur­ger und Herrn Holz­ha­cker war es zum Schluss wich­tig zu beto­nen, dass die Erhe­bung von Steu­ern nicht dazu dient, den Bür­gern zu scha­den. Steu­ern sind statt­des­sen die Vor­aus­set­zung für die Siche­rung des Wohl­stan­des, der sozia­len Gerech­tig­keit und des Rechtsstaates.

Im Anschluss gaben die Refe­ren­ten den Schü­le­rin­nen noch einen inter­es­san­ten Über­blick über die beruf­li­chen Mög­lich­kei­ten am Finanz­amt – ein Bau­stein der Berufs- und Stu­di­en­ori­en­tie­rung für die Ober­stu­fen­schü­le­rin­nen, dem in den nächs­ten bei­den Jah­ren noch ver­schie­de­ne wei­te­re fol­gen werden.

Wolf­gang Lang

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